Ein Sonntag, …

Ein Sonntag, …

… und was für einer … Plötzlich Frühling. Sonne. Unser Jörg: gechillt … jedenfalls nach ca. 18 Kilomtern in gut 3 Stunden Fußmarsch. Wir wissen nun also, wo seine Meßlatte liegt, was wir mit ihm machen müssen, wenn er böse aus der Wäsche guckt  🙂 …


 

Und wir? … Nun, Hermine:  hat sicher 25 Kilometer hinter sich gebracht, so oft wie die die Strecke doppelt gelaufen ist, immer hin und her wie ein Hütehund). Valentina: etwas erfahrener, entspannter – anfangs = umtriebig loslaufen, dann aber nicht mehr so sehr an dem interessiert, was hinter ihr liegt (= ca. 21 Kilometer?). Elisabeth: ein Sonderfall – anfangs munter dabei, später: Komfortzone ist so viel schöner.

Doch der Reihe nach …

Sonntagmorgen. Nix mit Frühstück+Ruhe, sondern: gleich morgens geschäftiges Treiben. Macht uns nervös sowas. Nix mit dahindösen – Wachposten. Könnt ja sein, es tut sich was und   die Haustür schließt sich „vor“ statt „hinter“ uns. Bloß nix verpassen.

So sind wir schon kurz nach 10:00 Uhr gelandet – in Jörgs Lieferbus (da „gut verzurrt“).

Gefiel uns nicht. Rabatz gemacht. War sinnlos. Aufgegeben.

Leute: wir sind Smartie-Fahrer, wir mögen auch die große Familienkutsche, aber der Bussss??? Okay – das dachte Jörg auch, als er Samstagmorgen die Box vor die Füße gestellt bekam, damit er sie im Bus unterbringt/sichert. Sein Gesicht dazu: unbezahlbar.

Tja, und sowas kommt von sowas: wer die Familienkutsche in die Hände des Servicemannes gibt (Kleinigkeiten, aber auch neue Winterreifen + TÜV standen an), darf sich nicht wundern, wenn man sonntags „ohne“ dasteht.

Oder so: wie naiv kann Jörg sein? Der hatte (haltet Euch fest, kein Witz) im Auge, mit dem Smart zur Gassirunde aufzubrechen. Bitte: für uns ist sowas ja kein Problem. „Unser Platz im Smart“ ist uns sicher (Kofferraum, und der wird nicht geteilt). Den Buggy und den Rucksack – den hätte Andrea auch im Beifahrerbereich untergebracht, nur: wohin dann mit Jörg? (Andrea: auf Rollschuhe stellen, am Smart anhängen und sie würde dann auch auf die Autobahnfahrt verzichten, über die Landstraße tuckern). Also: Fall geklärt – Bussi !

Um 11:00 Uhr waren wir verabredet (coronaconform). Tagesmotto: der frühe Vogel fängt den Wurm – der später kriegt keinen Parkplatz mehr.

Wir waren Mitläufer, die Tour geplant haben wir nicht. Wichtig war: Sonne (Aussicht auf trockenere Wege). Und die hatten wir dann satt. Wie Sommer – sagte Andrea, die tatsächlich eine kurzärmelige Sommerbluse unter der Übergangsjacke trug. Noch Winter – sagte Jörg, der weder auf gefütterte Schuhe, noch dicke Winterjacke oder Mütze verzichten wollte; warm verpackt ging der es an.

Wie wir es gesehen haben? Anfangs noch diesig, dann wurd’s warm. Schön dass es unterwegs immer wieder Wasser gab – stehend (Pfütze – mal mehr, mal weniger groß, Wasserläufe entlang der Wege) oder aus der Wasserflasche.

Wunderschöne Wege. Vorbei an Obstplantagen, tolle Landschaft, herrliche Aussichten (wir wohnen schon schön), durch einen Konstanzer Ortsteil … Rucksackromantik inklusive (wenn die Restaurants wie aktuell = geschlossen sind: Selbstversorger 😉 ).

Das gegenüberliegende Ufer (Überlingen am See)
Vorbei an Obstplantagen
Auch vom gegenüberliegenden Ufer: die Birnau (Bild verlinkt zu Wikipedia)

Und dann wurd“s wild. Hilfe(!) … – Indianer in/um Dingelsdorf  (?!?) … 🙂


Und Valentina:

Vergleich dich nur mit dir und du bist der Größte.

© Walter Ludin (*1945)


 

Danach: Zeit für eine Pause für alle … Kleine Linsenfrikadellen mit Joghurtsauce, hausgemachtes Baguette, frischgepresster Saft (also morgens frisch gepresst versteht sich), Spinatstrudelstücke … Mineralwasser …(Würstchen/Karotten für die Vierbeiner).

Dessert gab's auch 😉 ...

Valentina und Hermine haben die Pause auf ihre Weise genutzt: gut gesichert haben die Longieren trainiert, dann: statt sich auszuruhen = Mäuse gesucht …

Is was? Da sind (!) Mäuse, aber sicher!

 

Weiter ging’s. Elisabeth war inzwischen in ihrer Komfortzone angekommen, und das war auch gut so. Angeschlagen wie sie ist, läuft sie zwar inzwischen wieder prima (tat sie anfangs auch hier), aber diese Runde – die hätte sie nicht schaffen, das Lauftempo nicht halten können. Dabeisein ist aber alles und: möglich 😉 … (wer seinen Hund liebt, der schiebt).

Zur schönsten Nachmittagszeit hatten wir den Ausgangspunkt wieder vor Augen, den inzwischen zugeparkt bis Anschlag …

Wie erwartet. Klar, bei dem schönen Wetter zieht es die Leute raus. Viele waren auf den gleichen Wegen unterwegs wie wir und auffallend: fröhliche, freundliche, grüßende Menschen. Mal keine langen Gesichter, keine Miesepeter. War echt schön …

Damit hatten wir die Schnauze voll, keine Wünsche mehr – auch nicht für den gestrigen Montag.

Vom See …