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Autor: Andrea

Hoorig, hoorig …

Hoorig, hoorig …

… hoorig isch de Hund!
Und wenn de Hund it hoorig isch,
no isch(t) er au it gsund.

Schwäb.-alemannische Fasnacht, die in Radolfzell (Radolfzell, nicht in anderen Städten) dann auch so klingen kann 😉

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Hoorig – war unser gestriger Einstand in die diesjährige Fasnacht auch (ne haarige Angelegenheit).

Andrea hat uns morgens gleich ins Auto gepackt und los gings. Ziel: Trimmtisch bei Daniela. Elisabeth & Valentina = längst vertraut, für Hermine: Neuland. Und damit durfte sie auch gleich mal den Anfang machen. Bisschen Babyflaum, mehr war da noch gar nicht zu holen. Aber: der Einstieg in das, was sich Fellpflege nennt.

Vielleicht hat Hermine sich gestern gewünscht, als Schäferhund oder so auf die Welt gekommen zu sein: groß genug, um am Eßtisch den Überblick zu haben und dazu ein Fell, dass nur gebürstet werden muss. Aber nein – sie musste ja unbedingt auch Cairn werden, nicht bedenkend: Cairns haben einen sogenannten „rolling coat“. Cairns werden, wenn es korrekt gemacht wird, von Hand getrimmt (einfacher gesagt: gezupft). Wenn da jemand mit der Schermaschine am Cairn anrückt, ist man am falschen Platz gelandet.

Und das Trimmen sieht dann so aus (hier ist das linke Ohr schon fast schick, rechts ist der Babyflaum noch zu sehen) …

Und natürlich besteht ein Cairn zwar auch aber nicht nur aus „Ohr“, auch wenn es manchmal so scheint, als seien die Ohren bei der Konstruktion des Cairns komplett vergessen worden …

Ich finde, ich habe mich tapfer geschlagen. Oder war ich einfach nur zu perplex, um mich wehren zu können? Ist ja nun nicht so, dass ich nicht lerne, alle Register zu ziehen …

Abschlecken … (Merke: hat nicht geholfen, Daniela hat nicht losgelassen).

 

Handkuss? Wohl auch nicht ihr Ding – sie ließ weder von mir ab, noch sich von mir beeindrucken …

Ich musste mich weiterhin von meiner ganz lieben Seite zeigen. Still, nicht beißen, nicht quengeln, drehen/wenden und: schon gar nicht vom Tisch hüpfen …

Ich machte mit – meine Zunge hingegen = was sie wollte. Sowas blödes aber auch: fehlt doch gerade die untere Kauleiste! Wo keine Kauleiste = da nix, dass die Zunge in der Schnauze hält.

Ja, ich muss mir mein Futter zur Zeit echt über den Gaumen flutschen lassen. Und schnell futtern, dann bei den beiden anderen noch Reste klauen ist gerade auch nicht drin. Vor ein paar Tagen hatte ich wenigstens noch ein bisschen was an Beißerchen …

 

Und dann habe ich die nächsten verloren, unten waren plötzlich alle 8 da unten weg. Andrea sagt, ich sehe gerade aus wie eine alte Oma, die ihr Gebiss in einem Glas parkt …

Hoffentlich beeilt sich die Zahnfee und läßt die neuen schnell wachsen … Essen ist trotzdem möglich, Leckerlies gehen immer. Gestern gab es als Belohnung sogar selbstgebackene.

Damit war ich dann fertig. Daniela griff sich Valentina …

Und ich (Valentina) war darüber echt alles andere als glücklich … Und überhaupt: wie war das nun überhaupt passiert, dass ich da auf der Platte hockte?

Glücklich oder nicht – Augen zu und durch !

Fast protestlos – nur alles will ich mir auch nicht gefallen lassen.

Ich ahnte schlimmeres und wurde dann überrascht. Nicht das große, nur das kleine Programm (so wild sah ich dann doch noch nicht aus).

Und damit hatte auch ich es auch hinter mir.

Elisabeth. Ja die hatte es gut getroffen. Krank wie sie ist, wird sie geschont. Hey – so möchte ich es auch mal haben: nur die Ohren, deren Konturen, dann: leichter Formschnitt am Bauch (so ein bisschen dicken Bauch verdecken und trotzdem noch die hübschen Beine zeigen können) und ausgestanden war’s auch schon.

Ich (Elisabeth) habe es mir gefallen lassen und sonst: die Wartezeit verpennt und die Streicheleinheiten vom „Säbelzahntiger“ (Fasnacht) genossen …

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